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Bei Gebäudeteilen mit Hohlräumen, wie beispielsweise den Dachschrägen, dem zweischaligen Mauerwerk und Hohlräumen in der Kehlbalkenlage der oberen Geschossdecken, sollte die Möglichkeit der Einblasdämmung nicht nur auf Grund der geringeren Kosten bevorzugt werden. Die herkömmlichen Dämmungen wie Wärmedämmverbundsysteme werden mit Kosten von ca. 175 €/ m2 berechnet, Dachflächendämmungen kosten zwischen 150 € und 285 €/ m2 und auch Fußbodendämmplatten für Dachböden werden preislich mit ca. 85 €/ m2 angesetzt.
Das Problem hier ist aber, dass diese meist fälschlicher Weise auf der Gebäudeaußenseite, also außenliegend auf hinterlüfteten Bauteilen montiert werden. Jedoch verhindert der Luftstrom in dieser Hohlschicht dann eine schlüssige Dämmung, weil die neu verbaute Dämmung, durch den Luftstrom, von der Wandfläche des Wohnraums entkoppelt ist. Zudem sind diese herkömmlichen Dämmungen meist weniger wasserdampfdurchlässig. Wir haben oft Interessenten, die sich statt der Einblasdämmung für ein Wärmedämmverbundsystem entschieden haben, aber keine spürbaren Dämmeffekt an den Aussenwänden wahrnehmen. Der Grund hierfür liegt klar auf der Hand: die Luft innerhalb der Hohlschicht steht nicht! Allenfalls ist diese Luftschicht beruhig, meist aber entweicht diese nach oben aus der Mauerkrone und die von Aussen aufgebrachte Wärmedämmung kann nicht wirken. Glücklicher Weise, können wir diese schlecht wirkende Dämmung ergänzen. Hierzu blasen wir nachtäglich Einblasdämmstoff in den Hohlraum zwischen den Wandschalen. Siehe da, plötzlich tritt bei diesen Hausbesitzern der gewünschte Dämmeffekt ein und die Aussenwände werden wohlig warm. In der folgenden Grafik ist deutlich sichtbar, dass eine Wärmedämmung von Aussen die Wandtemperatur auf der Wandinnenseite nur um lediglich 4,3 Grad Celsius verbessert. Allein eine Einblasdämmung ohne WDVS hätte die Innenwandtemperatur, zum Bruchteil der Kosten, um 5,9 Grad Celsius verbessert. Die Kombination beider Dämmsysteme verbessert die Oberflächentemperatur um 6,8 Grad.
Kosten- / Nutzenvergleich von Einblasdämmung und Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Das folgende Schaubild zeigt deutlich, dass sich Dämmungen auf hinterlüfteten Bauteilen nur schwer amortisieren und wenig Nutzen bringen.
Fazit:
Die Einblasdämmung für zweischaliges Mauerwerk ist die wohl effektivste und zugleich kostengünstigste Lösung zur nachträglichen Wärmedämmung. Während Wärmedämmverbundsysteme oft durch Luftströmung* in der Hohlschicht ihre Wirkung verlieren, füllt die Einblasdämmung den Hohlraum direkt und sorgt für eine geschlossene, gleichmäßige Dämmung.
*Freie Konvektion: Die Luft bewegt sich aufgrund von Temperatur- oder Dichteunterschieden (Auftrieb). Z. B. warme Luft steigt auf)
Durch die lückenlose Verfüllung mit EPS Einblasdämmstoff, werden Wärmebrücken vermieden und die Innenwandtemperatur deutlich verbessert – messbar stärker als bei einer Außenwanddämmung, und das zu um die 80% geringeren Kosten. Hinzu kommt die hohe Diffusionsoffenheit der Einblasdämmstoffe, die Feuchtigkeit reguliert und Bauschäden vorbeugt. Kurze Einbauzeiten , sowie eine erhebliche Energieeinsparung und spürbarer Wohnkomfort machen die Einblasdämmung klar zur besten Wahl für Häuser mit zweischaligem Mauerwerk. Unsere Kunden berichten uns von 30-40% Energieersparnis nach erfolgter Einblasdämmung an den Aussenwänden.
Ein ganz entscheidender Vorteil der Einblasdämmtechnik gegenüber einem Wärmedämmverbundsystem ist natürlich auch, dass die äußerliche Optik der Fassade erhalten bleibt. Die meisten unserer Kunden möchten beispielsweise lieber ihre schöne Klinkerfassade erhalten, als diese mit einem WDVS und Putz zu gestallten.
Einblasdämmung Kosten zu herkömmlichen Dämmsystemen (Tabelle)
| Bauteil des Gebäudes | Technik der Einblasdämmung | Preis pro m² | Dauer der Arbeiten | Ungefährer Preis beim Einfamilienhaus | Herkömmliche Dämmmethode | Preis pro m² | Ungefährer Preis beim Einfamilienhaus | Dauer der Arbeiten |
| Geschossdecke (70 m²) | Einblasen von Zellulose in die Kehlbalkenlage | 35 € | 1 Tag | 2.500 € | Fußbodenverlegeplatten (Nachteil: weniger Stehhöhe auf dem Dachboden) | 85 € | 6.000 € | ca. 4 Tage |
| Zwischensparrendämmung (bspw. 60 m² Dachschrägen) | Hartfaserplatten einschieben und Zwischensparren mit Zellulose ausblasen | 60 € | 1 Tag | 3.500 € | Dacheindeckung aufnehmen und Klemmfilz einbringen (Nachteil: das Gebäude Energiegesetz schreibt dann einen Dämmwert von 0,24 W/m²K vor, dies erfordert weitere Dämmung) | 285 € | 17.000 € | ca. 9 Tage |
| Fassade (140 m²) | Zweischaliges Mauerwerk mit EPS Dämmgranulat ausblasen | 30 € | 1 Tag | 4.250 € | Wärmedämmverbundsystem (Nachteil: verklinkerte Fassaden sind hinterher verputzt und weniger Lichteinfall durch die Fenster) | 175 € | 24.500 € | ca. 22 Tage |
| Kellerdecke (70 m²) | Hohlraum der Kappendecke mit EPS Dämmgranulat ausblasen | 45 € | 1 Tag | 3.000 € | Dämmplatten unter der Decke montieren (Nachteil: weniger Stehhöhe im Keller) | 90 € | 6.300 € | ca. 6 Tage |
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