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Teure Fassadendämmung ohne spürbaren Effekt
Die Fassade dieses Hauses im Zentrum von 37154 Northeim wurde vor drei Jahren von einem ortsansässigen Malermeister mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Die Maßnahme kostete rund 26.000 € und sollte Heizkosten senken und den Wohnkomfort verbessern. In der Praxis stellte der Hauseigentümer jedoch weder einen spürbaren Dämmeffekt noch sinkende Heizkosten fest – die WDVS-Dämmung hat energetisch so gut wie nichts bewirkt.
Zweischaliges Mauerwerk als Ursache der Wärmeverluste
Bei einem Ortstermin haben wir festgestellt, dass das Mauerwerk aus zwei Schalen mit einer 8 cm starken Luftschicht besteht. Die Dämmung sitzt nur auf der äußeren Wandschale und ist damit vom eigentlichen Tragwerk entkoppelt. Durch kleine Undichtigkeiten kann die Heizenergie in der Hohlschicht nach oben in den Dachbereich entweichen, sodass die teure Fassadendämmung kaum Einfluss auf den tatsächlichen Wärmeverlust hat.
Nachträgliche Hohlschichtdämmung mit Jomaperl 033
Im letzten Herbst haben wir den Hohlraum des Hauses mit Jomaperl 033 zum Pauschalfestpreis von 2.750 € ausgeblasen. Die Arbeiten waren in kurzer Zeit erledigt und griffen kaum in den laufenden „Betrieb des Hauses” ein. Vor Kurzem meldete sich der Bauherr und berichtete, dass er in diesem Winter rund 950 Liter Heizöl weniger verbraucht hat als im Durchschnitt der beiden Vorjahre – ein deutlich messbarer Erfolg der Hohlschichtdämmung.
Effektive Dämmung bei Luftschichtmauerwerk: Einblasen statt Aufkleben
Dieses Beispiel zeigt, dass die Dämmung eines zweischaligen Mauerwerks nur von außen mit Dämmplatten, bedingt durch Undichtigkeiten im Hohlraum, energetisch oft unzureichend ist. Bei solchen doppelschaligen Wandaufbauten mit Luftschicht sollte daher vorrangig die Hohlschicht mit einem geeigneten Einblasdämmstoff verfüllt werden, um den Dämmwert wirklich spürbar zu verbessern.

